Dallas Seavey vergoldet seine Fuehrung

11. März 2010 | Von webmaster | Kategorie: Allgemein, Iditarod 2010

Eigentlich sah es laut GPS-Tracker lange so aus, als ob John Baker schon durch Cripple gefahren waere und auf dem Weg nach Ruby war. In Wirklichkeit aber, war er noch auf dem Weg zum Halbzeitort Cripple und wurde dort noch von Dallas Seavey ueberholt, der dann mit 11 Minuten Vorsprung sich den GCI Dorothy Page Halfway Award (Gold im Wert von 3.000 US Dollar) sicherte.

Der Checkpoint Cripple wurde vor Jahren vorverlegt, wahrscheinlich wurden diese Daten noch nicht korrekt in die GPS-Karte eingegeben, so kam es zu den Falschmeldungen.

3 1/2 Stunden nach der Ankunft von Dallas Seavey und John Baker gesellte sich der Iditarod Champion Martin Buser in Cripple dazu. Waehrend Buser und Seavey fast identische Laufzeiten von Ophier aus hatten ( ca. 11 Stunden 50 Minuten) war John Baker 16 Stunden und 48 Minuten unterwegs. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten des Trios waren auf dem laengsten Trailabschnitte sehr niedrig auch wenn man die Stop- und Snackzeiten beruecksichtigt.
Alle drei Musher haben ihre 24-Stunden Rast noch nicht absolviert.

Ganz im Gegensatz zu einem grossen Teil der Musher die nun folgen.
Jeff King war der erste von allen Teams, der sich mit 15 ausgeruhten Hunden nach seiner Tagesrast wieder auf die Strecke begab. Innerhalb von einer Stunde folgten dann Hugh Neff, Sebastian Schnuelle, Mitch Seavey und Gerry Willomitzer. In dieser Reihenfolge durchfuhren die Top-Musher auch Ophir, nur das sich nun Lance Mackey vor Gerry Willomitzer geschoben hat.

In der Zwischenzeit hat sich fast unbemerkt, die Yukon Quest Veteranin und Iditarod-Rookie ganz nach vorne gefahren, sie ist im Moment auf dem Weg nach Cripple, da sie aber ihre 24-Stunden Rast noch nicht absolviert hat, wird sie natuerlich in den Raengen dann wieder weit zurueckfallen.

Auffaellig ist, dass Hans Gatt als einziger Musher in den Top20 mit nur noch 12 Hunden unterwegs ist und er mit Abstand die langsamste Zeit von Takotna nach Ophir fuhr.

Der weitere Verlauf der Rennstrecke:
Dieses Teilstück ist 104 bis 112 Kilometer lang und kann von manchen Teams in einem Run gefahren werden. Es ist ein gut definierter Trail (meist auf alten mining roads) und es gibt keine nennenswerte Probleme, ausser den unausweichlichen Overflows und vereisten Stellen. Die Musher werden 8 bis 12 Stunden benoetigen, je nachdem, ob sie noch eine Rast einlegen oder nicht. Zum Vergleich, dieses Stueck ist ein wenig kuerzer, als von Rohn nach Nikolai, welches 118 Kilometer lang ist. Wie beim vorherigen Run muessen die Musher darauf achten, dass sie nicht zu lange ohne Pause fahren - denn es ist lang genug um Probleme bereiten zu können.
Der Trail startet durch die alte Poorman town und folgt einer alten mining road. Kurz darauf geht es langsam hinab ins Tal des Fourth of July Creek zum Sulatna River. Es sind, abhaengig vom genauen Trailverlauf, ungefaehr 24 Kilometer vom Flugplatz bis zum Fluss. Nachdem der Sulatna River ueber die alte Stahlbruecke ueberquert wurde, folgt der Trail für 80 Kilometer einer alten Mining Road, aehnlich der von Takotna nach Ophir, nach Ruby.
Hauptsaechlich finden sich bewaldete Huegelketten mit Schwarzfichten Taiga entlang des gesamten Trail, unterbrochen von dichteren Waeldern und Flusstaelern, ebenso wie die unausweichlichen offenen Moore. Die Strasse von Sulatna Crossing nach Ruby hat einige moderate Berge mit langen, aber relativ einfachen Steigungen, mit einigen Exkursionen oberhalb der Baumgrenze. Verstreute Overflows finden sich in der ganzen Gegend, ebenso wie vereiste und abgerutschte Stellen - speziell auf der Strasse nach Ruby.

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