Aaron Burmeister übernimmt ab Galena die Führung

12. März 2015 | Von webmaster | Kategorie: Allgemein, iditarod 2015

Jeff King hatte Galena um 4:37 Uhr (Ortzeit) mit 16 Hunden als Erster erreicht und damit kurzfristig die Führung übernommen. Nur durch Minuten getrennt kamen dann Aliy Zirkle und Aaron Burmeister als nächste in Galena an. Dahinter folgten Martin Buser, Jessie Royer und Dallas Seavey. Aaron Burmeister und Dallas Seavey rasteten aber nicht in Galena sondern machten sich nach einem kurzem Aufenthalt auf den Weg nach Huslia. Zuvor hatten Mitch und Dallas Seavey kurz hintereinander Ruby als erste Teams erreicht. Beide Musher fuhren die bisher zweit- und drittschnellste Zeit nach Ruby. Mit knapp 18 Stunden war aber der vierfache Iditarod Champion Jeff King der schnellste auf diesem Streckenabschnitt.

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Viel Aufregung und Diskussion gab es wegen der Entscheidung von Renn-Marschall Mark Nordman den Yukon Quest Champion Brent Sass gestern wegen des Besitzes eines iPod-touch Gerätes zu disqualifizieren. Die Renn-Regel ist da aber eindeutig und erlaubt keine Zwei-Wege Kommunikation. Das Gerät beherrscht WiFi und ist damit ein solches - verbotenes - Gerät. Ein einfaches Abspielgerät (Musik/Video), wie ein iPod oder ähnliches wäre und ist erlaubt. In einem Interview äußerte Brent Sass, dass er sich nicht bewusst war, dass er ein verbotenes Gerät benutzt hat. Sass, der am Boden zerstört und sehr emotional war, akzeptierte die Konsequenzen für seinen Fehler. Er entschuldigte sich bei seinen Musher-Kollegen, Fans, Unterstützern, seiner Familie, seinen Freunden und seinen Hunden. Der Musher aus Eureka fügte an, dass er das Gerät auch beim Yukon Quest benutzt hat, dort aber andere Regeln herrschen würden. Inzwischen hat der YQ-RennMarschall Doug Grilliot sich dazu geäußert und mitgeteilt, dass auch beim Yukon Quest jegliche Zwei-Wege-Kommunikation während des Rennes nicht erlaubt ist. Das Benutzen der Internet Verbindung in den Checkpoints - für die Aktualisierung der Musher-Webseiten oder Social-Media Seiten, ist hingegen erlaubt.

Angeblich hat die Iditarod-Organisation Kenntnis davon, dass auch andere Teilnehmer ein (verbotenes) Zwei-Wege-Kommnunikations-Gerät mit sich führ(t)en. Es sollen jetzt aber nicht alle Musher kontrolliert werden. Dies führte bei einigen Brent Sass Fans zu Irritationen und Verschwörungstheorien. Nordman betonte aber, dass der Hinweis auf die Benutzung des Gerätes nicht von Musher-Kollegen kam.

So schnell wie dieses Jahr waren die Hoffnungen noch nie beerdigt, vielleicht wieder einen Yukon Quest Champion im selben Jahr den Iditarod gewinnen zu sehen. 2014 musste Brent Sass nach seinem Sturz beim Yukon Quest seine Teilnahme am Iditarod absagen. Fans von Brent Sass haben mittlerweile im Internet aufgerufen, ihn finanziell zu unterstützen, damit die Ausgaben für das “verlorene” Iditarod ein wenig kompensiert werden.

Der vierfache Iditarod und Yukon Quest Champion Lance Mackey hat weiterhin erhebliche Probleme mit den Nachwirkungen seiner Krebsbehandlung. Schon beim Yukon Quest hat der 44jährige versucht mit verschiedenen Ausrüstungsgegenständen und Kleidung seine extrem schlecht durchblutenden Extremitäten (Hände und Füße) zu wärmen. Was ihm bedingt beim Quest gelang ist nun beim Iditarod fast unmöglich geworden. In Tanana gab Lance Mackey darum sehr früh seine 24-Stunden Rast bekannt.

Zoya deNure ist die erste Teilnehmerin die freiwillig das Rennen vorzeitig beendet hat, sie ging in Tanana aus dem Wettbewerb. DeNure ist die Ehefrau von Kolumnist, Rennveranstalter, Kennelbetreiber und Yukon Quest Champion John Schandelmeier. Dieser hatte sich in den sozialen Medien einen “Shit-Storm” auf sich gezogen, nachdem er in einem Zeitungsartikel namentlich Musher, die beim diesjährigen Yukon Quest, das Rennen vorzeitig abbrachen erwähnte und diesen Ratschläge gab, warum es auch seiner Sicht besser wäre weiterzufahren statt auszuscheiden.

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