Jeff King mit Vorsprung in White Mountain

10. März 2014 | Von webmaster | Kategorie: Allgemein, Iditarod 2014

Jeff King könnte der zweite Musher sein, der nach Rick Swenson fünf Iditarod Titel, errungen hat – sein Sieg dieses Jahr ist zum Greifen nahe. King war mit 12 Hunden um 7:02 Uhr nach White Mountain gekommen und seine ärgste Rivalin, Aliy Zirkle war noch mindestens 7-8 Meilen vom Checkpoint entfernt. Es sieht also so aus, als ob für die Yukon Quest Siegerin, ein drittes Mal hintereinander wieder ‚nur‘ der zweite Platz übrig bleibt. Wie wird sich die Situation für Zirkle mental auswirken, wenn sich ihre Siegchancen wieder minimieren, kann sich die 44jährige selbst und ihre Hunde vom SP-Kennel, nochmals motivieren?

(c) James Brooks

Von ‚hinten‘ droht sogar noch die Gefahr, dass Dallas Seavey sie einholen kann. Der 26jährige ist weiterhin mit sehr schnellen Zeiten unterwegs und hat sich, mit nur noch acht Hunden, auf den dritten Platz vorgekämpft.

Sein Vater, Mitch hat auf dem Weg nach White Mountain, den vor ihn fahrenden, Martin Buser überholt. Der Titelverteidiger und sein Sohn sind also auf Top5 Kurs. Martin Buser muss aufpassen, dass er nicht noch weiter durchgereicht wird und vielleicht noch aus den Top10 fällt.

Ebenso von Elim aufgebrochen sind, Sonny Lindner, Jaor Leifseth Ulsom und Aaron Burmeister.

In White Mountain müssen alle Teams nochmals eine vorgeschriebene 8-Stunden Rast einlegen, bevor sie sich dann auf die letzten Kilometer nach Nome, ins Ziel machen dürfen.

Dies kann einer der gefährlichsten Streckenabschnitte des Rennens sein, wenn der Wind bläst oder ein Sturm im Anzug ist. Dieser Teil kann Champions machen oder brechen, ganz zu schweigen von den Mushern im hinteren Feld. Mushers starben schon beinahe auf diesem normalerweise einfachen Stück nach Nome. Bei gutem Wetter ist dies ein angenehmer fünf bis acht Stundenlauf; bei schlechten Konditionen kann dieser Teil unpassierbar sein.

Das Rennen benutzt den Hauptschneemobiltrail nach Nome. Der Trail ist am Anfang sehr gut markiert, aber viele Markierungen können weggeblasen oder verweht sein. Ein Teil des Trails ist permanent markiert. Die Markierungen sind der kritische Part auf diesem Teilstück, denn bei Sturm oder Blizzard liegt die Sicht nahe Null.

Der Trail verlässt White Mountain auf dem Fish River für ungefähr 5 Kilometer, verlässt dann den Fluss um südwestlich über Land, durch Täler, über die Tundra und viele Flüsse zum Klokerblok River zu führen. Der Trail führt dann stromaufwärts über einige niedrige Grate um dann den Ablauf des Topkok Rivers zu kreuzen.

Der Trail führt dann westlich und klettert über eine Serie von öden Bergrücken zu einem 400-Fuss-Sattel nordwest von Topkok Head, mit Blick zur Küste. Dann geht es steil hinunter zur Küste, zur Nome Kennel Club Cabin am Fusse des Berges, 48 Kilometer von White Mountain.
Für die nächsten 19 Kilometer führt der Trail entlang oder direkt hinter der Dünenlinie und der Treibholzlinie an der Küste. Dieses Stück ist sehr offen und manchmal wehen Winde von über 130 km/h von Norden. Der Trail erreicht dann an der Bonanza Ferry Bridge die Nome-to-Council road (im Winter nicht geräumt) und folgt ihr für die letzten 19 Kilometer nach Safety.

Die Trailkonditionen können von exzellent bis miserabel variieren und beinhalten normalerweise blankes Eis, Overflows, Schneeverwehungen, Tundra, Sand und Gravel auf der Strasse. Die Musher müssen die Wetterbedingungen vorsichtig abklären bevor sie White Mountain verlassen; Manchmal ist es ratsam zu warten, in einer Cabin Unterschlupf zu suchen oder zumindest mit anderen Mushern im Konvoy zu fahren (bevorzugt natürlich mit solchen, welche den Trail bereits kennen.)

Eine Überlegung ist, dass der Wind sich normalerweise mit dem Sonnenaufgang legt (wenn er sich überhaupt legt) und dann gegen Mittag wieder aufkommt und dann kontinuierlich am Nachmittag und Abend bläst. In solchen Situationen versuchen die Musher White Mountain etwa drei Stunden vor Sonnenaufgang zu verlassen, um so wenn möglich in der windfreien Zeit zu fahren oder zumindest Tageslicht für den schlimmsten Teil der Strecke zu haben.

Bild: (c) http://www.flickr.com/photos/jkbrooks85/

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