Mitch Seavey und Aliy Zirkle vor dem grossen Finale

12. März 2013 | Von webmaster | Kategorie: Allgemein, Iditarod 2013

Mitch Seavey und Aliy Zirkle haben nun den letzten Checkpoint White Mountain, nur durch Minuten getrennt, erreicht und werden wohl das Finale auf der restlichen Strecke nach Nome unter sich aus machen. Jeff King hat den Anschluss an das Duo verloren und rastet öfters auf dem Trail.Von hinten nahen mit grosser Geschwindigkeit Ray Redington Jr. und Dallas Seavey. Beide haben sich schnell von, den ihnen nach folgenden Teams, wie Aaron Burmeister, Joar Leifseth Ulsom, Nicolas Petit und Jake Berkowitz abgesetzt.

Dogs that look like super heroes

Von Aliy Zirkle wird berichtet, dass sie extrem stark mit den Skistöcken ihr Team beim Laufen unterstützt. Zirkle belegte letztes Jahr hinter Dallas Seavey, dem Sohn von Mitch, den zweiten Platz, obwohl sie lange Zeit geführt hatte. Dieses Jahr könnten die Vorzeichen anders herum sein und Zirkle Mitch Seavey auf dem Weg nach Nome noch einholen.

Oftmals ist der letzte Streckenabschnitt eine Siegesfahrt für den kommenden Champion, da sich die Konkurrenten auf 1000 Kilometern schon vorher durchgesetzt haben. Dieses Jahr aber wird auf den letzten Kilometern nach Nome der Sieger erst noch ermittelt. Nach der 8-Stunden Pflicht Pause in White Mountain, werden die Hunde nochmals ausgiebig von den Tierärzten untersucht und ihnen eine verdiente Rast gegönnt.

Das Wetter in White Mountain:
In White Mountain ist es tagsüber sonnig und die Temperaturen liegen zwischen -16.7 und -6.7°C. Nachts ist es klar und die Temperatur sinkt auf -12.4°C. Der Wind weht leicht aus nordöstlicher Richtung mit Geschwindigkeiten bis zu 7 km/h.

Die Strecke nach Safety:
Dies kann einer der gefährlichsten Streckenabschnitte des Rennens sein, wenn der Wind bläst oder ein Sturm im Anzug ist. Dieser Teil kann Champions machen oder brechen, ganz zu schweigen von den Mushern im hinteren Feld. Musher starben schon beinahe auf diesem normalerweise einfachen Stück nach Nome. Bei gutem Wetter ist dies ein angenehmer fünf bis acht Stundenlauf; bei schlechten Konditionen kann dieser Teil unpassierbar sein.

Das Rennen benutzt den Hauptschneemobiltrail nach Nome. Der Trail ist am Anfang sehr gut markiert, aber viele Markierungen können weggeblasen oder verweht sein. Ein Teil des Trails ist permanent markiert. Die Markierungen sind der kritische Part auf diesem Teilstück, denn bei Sturm oder Blizzard liegt die Sicht nahe Null.

Der Trail verlässt White Mountain auf dem Fish River für ungefähr 5 Kilometer, verlässt dann den Fluss um südwestlich über Land, durch Täler, über die Tundra und viele Flüsse zum Klokerblok River zu führen. Der Trail führt dann stromaufwärts über einige niedrige Grate, um dann den Ablauf des Topkok Rivers zu kreuzen.

Der Trail führt weiter westlich und klettert über eine Serie von öden Bergrücken zu einem 400-Fuss-Sattel nordwest von Topkok Head, mit Blick zur Küste. Dann geht es steil hinunter zur Küste, zur Nome Kennel Club Kabin am Fusse des Berges, 48 Kilometer von White Mountain.

Für die nächsten 19 Kilometer führt der Trail entlang oder direkt hinter der Dünenlinie and der Treibholzlinie an der Küste. Dieses Stück ist sehr offen und manchmal wehen Winde von über 130 km/h von Norden. Der Trail erreicht dann an der Bonanza Ferry bridge die Nome-to-Council road (im Winter nicht geräumt) und folgt ihr für die letzten 19 Kilometer nach Safety.

Die Trailkonditionen können von exzellent bis miserabel variieren und beinhalten normalerweise blankes Eis, Overflows, Schneeverwehungen, Tundra, Sand und Gravel auf der Strasse. Die Musher müsen die Wetterbedingungen vorsichtig abklären bevor sie White Mountain verlassen; Manchmal ist es ratsam zu warten, in einer Cabin Unterschlupf zu suchen oder zumindest mit anderen Mushern im Konvoy zu fahren (bevorzugt natürlich mit solchen, welche den Trail bereits kennen.)
Eine Überlegung ist, dass der Wind sich normalerweise mit dem Sonnenaufgang legt (wenn er sich überhaupt legt) und dann gegen Mittag wieder aufkommt und dann kontinuierlich am Nachmittag und Abend bläst. In solchen Situationen versuchen die Musher White Mountain etwa drei Stunden vor Sonnenaufgang zu verlassen, um so wenn möglich in der windfreien Zeit zu fahren oder zumindest Tageslicht für den schlimmsten Teil der Strecke zu haben.

Tags: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben