Zirkle gewinnt das Gold - Konkurrenten kommen aber naeher

11. März 2012 | Von webmaster | Kategorie: Allgemein, Iditarod 2012

Nach 13 Stunden und 33 Minuten auf dem Trail war Aliy Zirkle um 2.500 US Dollar in Form von Goldnuggets reicher, da der Erste, der Unalakleet erreicht den Wells Fargo Gold Coast Award bekommt. 50 Minuten nach Aliy Zirkle ist dann Dallas Seavey und 11 Minuten spaeter Aaron Burmeister nach Unalakleet eingefahren. John Baker hat nun einen Rueckstand von 1 1/2 Stunden auf Zirkle.

Aliy Zirkle

Burmeister berichtete von Zuegen die ihm auf dem Trail entgegen gekommen sind und von Autos vor seinem Schlitten. Der Musher aus Nenana leidet an einer ernsten Erkaeltung und ist waehrend der Fahrt auf dem Schlitten eingeschlafen - mit merkwuerdigen Halluzinationen. Er sei in einem schlechten Zustand - ganz im Gegensatz zu seinen Hunden, denen es weiter praechtig gehen wuerde. Burmeister ist froh nun an der Kueste zu sein, er hat hier trainiert und auch das Paul Johnson Memorial 450, was auf Teilstrecken des Iditarod verlaufen ist, absolviert.

Zirkle wurde neben den Vertretern der Wells Fargo Bank auch von ihrem Ehemann Allen Moore im Checkpoint begruesst. Die 41jaehrige meinte, dass sie auf der Strecke nach Unalakleet soviele Koffeintabletten eingenommen haette, dass es eigentlich schon verboten sein muesste.

Dallas Seavey war in Kaltag noch auf dem fuenften Platz gestartet und hat dann auf der Strecke, die vor ihm fahrenden, John Baker, Aaron Burmeister und seinen Vater Mitch ueberholt. Bisher hat er auch diesen Streckenabschnitt mit persoenlicher Bestleistung am schnellsten absolviert.

Laut GPS-Tracker haben Peter Kaiser, Jake Berkowitz und Ray Redington Jr. Jeff King ueberholt der auf der Strecke nach Unalakleet rastete.

Inzwischen sind Josh Cadzow nach mehr als 18 Stunden und Lance Mackey nach ueber 15 Stunden Rast von Nulato aus wieder auf den Trail zurueckgekehrt. Cadzow, der als Neuling gestartet ist hat noch neun, Mackey noch 10 Hunde im Geschirr.

Das Wetter in Unalakleet - In Unalakleet überwiegt den ganzen Tag dichte Bewölkung aber es bleibt trocken bei Werten von -21.8 bis zu -16.4°C. Nachts sind Teile des Himmels mit Wolken bedeckt und die Werte gehen auf -19.7°C zurück. Der Wind weht schwach aus nordwestlicher Richtung mit Geschwindigkeiten bis zu 16.6 km/h.

Die aktuelle Distanz dieses Teilstücks beträgt 59 bis 60 Kilometer. (Wie bei vielen anderen Teilstücken sind die offiziellen Distanzen jeweils der längste möglich Weg, oder die alte Route) Das Rennen folgt dem Hauptsnowmobiletrail nach Shaktoolik und ist normalerweise gut befahren und markiert. Die ersten 40 Kilometer führen durch einen Mix aus Wald, Taiga, offenen Flächen und exponierten Bergrücken; die letzten 19 Kilometer sind vollständig in der offenen und öden Küstenlinie. Diese Stück wird normalerweise in sechs Stunden gemacht, kann aber bei schlechtem Wetter wesentlich länger dauern.

Der Trail verlässt Unalakleet in nördlicher Richtung entlang des Strandes und schwenkt nach 8 Kilometern landwärts und passiert den steinigen 850-Fuss hohen Blueberry Point. Der Trail kommt am Fischercamp Egavik fast wieder zurück zur Küste bevor er die Blueberry Hills hinaufklettert und den 1000-Fuss hohen Gipfel beim 18-Mile Point erreicht. Auf dem Gipfel geht es dann westlich zu einer 5 Kilometer Abfahrt zum Strand, dann folgt ein Sumpf und es geht die letzten 19 Kilometer nach Shaktoolik entlang der Dünen.

Das Hauptproblem dieses Stückes ist das Wetter. Shaktoolik ist selbst bei gutem Wetter windig, aber unter manchen Umständen kann der Wind von Norden in Hurricanstärke blasen, mit Temperaturen gut unter 0°C und einem Winchill unter -100°C. Wenn der Wind bläst, dann ist der Trail von Unalakleet zum gipfel der Blueberry Hills relativ geschützt (ausser auf den Bergrücken), aber die letzten 19 Kilometer nach Shaktoolik können sehr schwierig sein.

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