Staendiger Fuehrungswechsel

10. März 2012 | Von webmaster | Kategorie: Allgemein, Iditarod 2012

Das gleiche Spiel, wie in den Checkpoints zuvor wiederholte sich auch in Ruby und Galena. Waren in Ruby, Mitch und Dallas Seavey zuerst in den Checkpoint eingefahren, konnte Aliy Zirkle dann Galena als Erste erreichen. Zirkle verbringt zur Zeit noch ihre vorgeschriebene 8-Stunden Rast in Galena, waehrend Mitch Seavey schon wieder auf dem Weg zum naechsten Checkpoint Nulato ist. Aliy Zirkle koennte mit ihrer Taktik die erste Frau nach Susan Butcher sein, die das Iditarod gewinnt. Im Jahr 2000 hat sie schon den Yukon Quest gewonnen und hat nun Hunde aus dem Yukon Quest-Team von ihrem Mann Allen Moore dabei. Zirkle hat erwaehnt, dass ihr die Yukon Quest Hunde mit der Erfahrung von langen Fahrten, das Selbstvertrauen geben wuerden, an der Spitze des Iditarod zu fahren.

Iditarod Crazy Daze!

Waehrend Mitch Seavey offentsichtlich Zirkles aergster Rivale ist, darf man nicht vergessen, dass dahinter noch eine Gruppe von hochkaraetigen Mushern lauert. Allen voran Titelverteidiger, John Baker, der fast zwei Stunden nach Mitch Seavey Galena erreichte. Bakers Hunde sind in der Lage lange Fahrten, nur mit kurzen Pausen, zu machen und koennen damit Konkurrenten einholen die langsamer werden. Aaron Burmeister, der 30 Minuten nach Baker in Galena ankam, hat diese Saison in Nome trainiert, seine Hunde kommen also nun in in ein Gebiet, wo sie sich auskennen. Burmeister der mit dem siebten Rang 2009, seine beste Iditarod-Plazierung erreichte, sagt selbst ueber sein Team, dass es in einer hervorragenden Verfassung waere.

Jeff King: ‘I believe I still have a chance to win this thing.’ from Kyle Hopkins@adn.com on Vimeo.

Jeff King der an sechster Stelle liegend fast eine Stunde nach Burmeister in Galen einfuhr, erinnert, mit Hinweis an Mitch und Dallas Seavey, an das letzte Jahr, wo Martin Buser und Lance Mackey frueh fuehrten sich gegenseitig die Fuehrung abnahmen, um dann spaeter von den Konkurrenten ueberholt zu werden. Der vierfache Iditarod Champion sei sich nicht sicher, ob die Seaveys mit ihrer Taktik sich selbst voneinander zu distanzieren, nicht den nach ihn fahrenden Teams die Moeglichkeit geben wuerden sie mit einer langen Fahrt zu ueberholen. Er selbst meinte ueber sich, dass er noch ein Chance auf den Sieg haette.

John Baker describes the best move made in the 2012 Iditarod from Kyle Hopkins@adn.com on Vimeo.

Die vor dem Rennen zum engeren Favoritenkreis zugeordneten Lance Mackey, Ramey Smyth und Hugh Neff sind weiter zurueckgefallen und befinden sich nun auf den Raengen 20,21 und 23.

Mackey selbst gibt sich ueberhaupt keine Chance mehr auf den Sieg und sich selbst die Schuld fuer sein bisher maessiges Abschneiden. Er haette ‘Maple’ seine laeufige Huendin wohl besser zu Hause gelassen, die das ganze Team verrueckt gemacht hat. Auf die Frage, wer das Rennen seiner Meinung nach gewinnen koenne, nennt der vierfache Champion ueberraschend Sigrid Ekran und Peter Kaiser.
Ausserdem Dallas Seavey, um aber anzufuegen, dass Dallas absolut nicht sein persoenlicher Favorit sei.
Aliy Zirkle waere eine wuerdige Gewinnerin, doch Mackey meint, dass sie im letzten Teil des Rennens noch zurueckfallen koennte.

Der Tail nach Nulato:

Der Trail folgt den Yukon River und ist meist einfach. Der Trail folgt der Hauptsnowmachine Route von Ruby nach Galena. Die Musher müssen fünf bis acht Stunden einrechnen, abhängig von der Rast oder ob der Trail in der Hitze des Tages bewältigt werden muss. Das grösste Problem kann sein die Hunde dazu zu bewegen auf dem sehr weiten Yukon River zu laufen, welcher bei Ruby über 1.5 km breit ist und weiter stromabwärts sogar über 3 km. Mehr als einige Teams hatten sich hier schon geweigert die Weiterfahrt anzutreten.

Es ist absolut notwendig, dass die Musher genau den Markeirung folgen. Wie jeder grosse Fluss in Alaska im Winter hat auch der Yukon eisfreie Stellen, einige sind nur einige Meter lang, andere gross genug um ein grosses Boot darin unterzubringen. Ausserdem kann es grosse Overflows unter einer ungebrochenen Schneeschicht geben. Wenn die Snowmachines den Trail festigen, dann wird das Wasser freigesetzt und gefriert schnell zu einer harten Grundlage, aber wenig neben dem Trail kann man bis zum Bauch im Overflow versinken. Unnötig zu sagen, dass die Gefahr von dünnem Eis immer präsent ist sobald man den Trail verlässt.

Der Weg von Nulato nach Kaltag:

Dies ist ein weiterer Run auf einem gutbefahrenen Snowmobile-Highway auf dem Yukon. Die Musher werden drei bis fünf Stunden benötigen. Der Trail passiert einige Inselns und kreuzt den Fluss einige Mal bevor er Kaltag erreicht. Der Yukon verläuft süd-südwestlich Richtung Kaltag ohne grössere Biegungen. Das rechte Ufer ist eine Reihe von 1000-Fuss hohen Hügelketten und Bergen mit einigen freien Stellen an welchen andere Flüsse in den Yukon münden. Das östliche Ufer ist in der Regel flach and bewaldet zu einer weiten Fläche von Sümpfen.

Das Wetter in Kaltag:
In Kaltag ist es am Morgen überwiegend dicht bewölkt bei Werten von -34.8°C. Am Mittag gibt es eine Mischung aus Sonne und Wolken bei Höchsttemperaturen bis zu -15.2°C. Am Abend gibt es in Kaltag nur selten Lücken in der Wolkendecke bei Werten von -25.6 bis zu -19.1°C. In der Nacht verdecken einzelne Wolken den Himmel und das Thermometer fällt auf -29.5°C. Der Wind weht leicht aus nördlicher Richtung mit Geschwindigkeiten bis zu 3.3 km/h.

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